In Zusammenarbeit mit der Firma Neue Vermögen AG aus Traunstein führte Herr Armin Nowak, Vorstand der Firma NOWAK IMMOBILIEN AG aus Berchtesgaden am 17. November 2005 nun bereits zum fünften Mal eine Informationsveranstaltungen für Mieter, Hauseigentümer, Geldanleger aber auch interessierte Wohnungseigentümer durch. Über 60 Personen haben das Angebot genutzt. Die Veranstaltung fand in Berchtesgaden im Hotel Vier-Jahreszeiten statt.
Den Anfang machte Herr Gottfried Urban, Vorstandsvorsitzender der Neue Vermögen AG mit der Erläuterung „Erfolgreicher Investmentstrategien mit Fonds“. Er erläuterte den Vergleich der verschiedenen Geldanlagen aus der Vergangenheit und kam u. a. zu dem Ergebnis, dass man nicht nur mit dem Sparbuch, sondern auch mit Rohstoffen (u.a. Gold usw.) sein Vermögen verringert hat. Er plädierte für eine Streuung der Anlagen, wobei nicht nur auf eine Branche oder Land gesetzt werden sollte, sondern weltweit breit gestreut, was das Verlustrisiko erheblich reduziert. Ideal sind daher von der Neue Vermögen AG gemanagte Fonds, die im Jahr 2004 zum Fond des Jahres gekürt wurden. Hier muss sich der Anleger nicht selbst um seine Anlagestrategie kümmern.
Herr Steuerberater Hans Plenk erläuterte anschließend die steuerlichen Aspekte der Geldanlage in Immobilien. Er ging auf die Besteuerung, Abschreibung und auch auf die Spekulationsfrist bei Immobilien ein. Die Spekulationsfrist soll spätestens ab 2007 ganz entfallen, was zur Folge hat, dass künftig Privatimmobilien den gewerblichen Immobilien gleichgestellt werden, da ein Gewinn, auch wenn er nur buchungs-technisch durch Abschreibung und Inflation entstanden ist künftig besteuert werden muss. Bis dato kann man nach einer Haltefrist von 10 Jahren Immobilienanlagen steuerfrei verkaufen.
Das 3. Referat, „Der Energiepass für Gebäude“, wurde von Frau Ursula Hölzl vorgetragen. Die ursprünglich für Januar 2006 geplante verbindliche Einführung eines Gebäude-Energiepasses auch für Bestandgebäude wird sich verzögern.
Ein Streitpunkt ist die Frage, ob der Pass die bedarfsgerechten oder die verbrauchsabhängigen Daten eines Gebäudes enthalten soll. Bei der ersteren Variante würde der theoretische Energiebedarf einer Immobilie anhand eines technischen Gutachtens erstellt werden. Das ist aufwändig und teuer; Eigentümer müssten mit Kosten zwischen 300 und 1.000 Euro pro Gebäude rechnen. Kostengünstiger und einfacher seien Energiepässe umzusetzen, die sich am tatsächlichen Verbrauch orientieren: Es müssten lediglich die Verbrauchsdaten der Vergangenheit (Strom und Heizung) herangezogen werden, so Frau Ursula Hölzl. Die Daten liegen den Abrechnungs- und Lieferfirmen für jedes Gebäude vor. Kostenpunkt dieser Variante: 20 Euro pro Pass. Denkbar sei auch, dass beide Pass-Arten nebeneinander bestehen. Das Zweite Gesetz zur Änderung des Energie-Einspargesetzes sieht beide Versionen ausdrücklich vor.
Nach der Veranstaltung wurden alle Teilnehmer zu einem gemütlichen Essen in der Hubertusstuben eingeladen. Alle Teilnehmer dürfen sich schon jetzt auf das nächste Seminar im Jahre 2006 freuen. (A.N.)